02.03.2016

Tag des Energiesparens

Der 5. März ist der internationale Tag des Energiesparens. Durch diesen Tag sollen Politiker, Verbraucher und Industrie daran erinnert werden, dass bezüglich des Energieverbrauchs auch  in Deutschland weiterhin große Einsparpotenziale bestehen, die nicht optimal ausgenutzt werden.

Wer diesen Tag zum Anlass nimmt, um in sich zu gehen und über das eigene Verbrauchsverhalten nach zu denken, erkennt vielleicht auch bei sich selbst Einsparmöglichkeiten.

Die Buchholzer Stadtwerke geben dazu 5x3 Tipps, wie Energie und Wasser im Alltag gespart werden kann:


Strom

1. Leerraum im Kühlschrank auffüllen: wenn der Kühlschrank nur wenig befüllt ist, strömt bei jedem Öffnen wertvolle kalte Luft hinaus, weil sie schwerer als die Raumluft ist. Am besten den Kühlschrank mit Getränkevorräten füllen, die als Kühlakkus wirken!

2. Spielkonsolen nicht als DVD-Player nutzen: Die beliebten Geräte (Playstation, Xbox, etc.) verbrauchen bis zu 10 Mal mehr Strom als ein normaler DVD-Player.

3. Im Durchschnittshaushalt fließen etwa zehn Prozent des Energieverbrauchs in die Warmwasserbereitung, Tendenz steigend. Es gibt einfache und leicht umsetzbare Maßnahmen um Energie und Wasser zu sparen: kurz duschen und Perlatoren oder Durchflussbegrenzer einbauen, Bäder in der Wanne minimieren und die Boilertemperatur auf 60 °C reduzieren.

4. Wäschewaschen mit voller Waschtrommel und niedrigen Temperaturen und Wäschetrocknen auf dem Wäscheständer. Auch beim Geschirrspüler bringen niedrige Temperaturen und gutes Vollschichten große Ersparnis.

5. Wer kann, sollte über eine Nutzung vom Laptop (30 Watt) statt eines Stand-PC (250 Watt) nachdenken. Bei einer Nutzung von 2 Stunden jeden Tag spart man jährlich ca. 160 kWh und 40 €.


Heizen

1. Die Räume je nach Nutzung unterschiedlich warm beheizen und die Heizkörper in der Nacht zurückdrehen oder ausschalten. Mehrmals täglich kurz und kräftig stoßlüften anstelle die Fenster lange zu kippen erhöht die Energieeffizienz. Ebenfalls wichtig: die Heizkörper nicht hinter Vorhängen oder Möbeln verstecken, damit die Luft gut zirkulieren kann. Einmal pro Jahr sollten die Heizkörper entlüftet und die Heizung gewartet werden.

2. Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich vom Fachmann durchführen. Bei der Durchführung wird die berechnete Wassermenge an den Ventilunterteilen der Heizkörper eingestellt und die Leistung der Umwälzpumpe an die neuen Verhältnisse angepasst. Sie können durch den 
hydraulischen Abgleich 3 bis 5 Prozent Erdgas und bis zu 15 Prozent Strom einsparen. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Verbrauch etwa 78 Euro im Jahr.

3. Auch durch Türspalten zieht es gerne mal. Mit Schaumdichtungsbändern kann man die Eingangstüren von Häusern und Wohnungen abdichten. Bei unterschiedlich beheizten Räumen sollte man auch die Türen zwischen den Räumen abdichten. Tipp: Ein Problem sind oft Türunterseiten, unter Schlagwörtern wie „Türbesen“, „Bürstendichtung“ oder „Türdackel“ findet man im Einzelhandel bürstenartige Schienen, die man einfach an die Bodenseite von Türen klebt, schraubt oder wickelt.

4. Wird die Heizung nicht mehr richtig warm oder „gluckert“ sie, sollten Sie etwas tun. Und es ist ganz einfach: Öffnen Sie ab und zu das Heizkörperentlüftungsventil und lassen Sie die Luft entweichen – dies kann Ihre Energiekosten um bis zu 15 % verringern.

5. Auch beim Heizen an Strom denken. Veraltete, ungeregelte Pumpen verbrauchen viermal mehr Strom als elektronisch geregelte.


Wasser

1. Duschkopf ersetzen: durch den Duschkopf fließt Warmwasser – und Warmwasser braucht viel Energie. Ein herkömmlicher Duschkopf lässt ca. 15 Liter Wasser pro Minute durch, ein wassersparender hingegen nur 6 Liter.

2. Nudelkochen: Was macht man mit dem Nudelwasser? In der Regel wegkippen. Da gibt es aber andere gute Möglichkeiten: Als Basis für die Nudelsoße z.B. Auch Pflanzen freuen sich über das Nudelwasser. Nudelwasser eignet sich nämlich auf Grund des Mineralgehalts perfekt zum Gießen. Und man verwendet gleich weniger Wasser. Aber Vorsicht: Bei Pellkartoffeln nicht das Wasser wiederwenden, denn Kartoffeln sind Nachtschattengewächse und enthalten in der Schale Gifte, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

3. Beim Zähneputzen und Händeeinseifen nicht das Wasser laufen lassen und beim Händewaschen die Wassertemeperatur etwas senken. Bei gründlichem Waschen mit Seife, erwischt es auch ohne hohe Temperatur die Viren.

4. Die Toilettenspülung verbraucht zwar kein warmes Wasser, trägt aber erheblich zum Gesamtverbrauch im Haushalt bei. Rund ein Drittel der Kaltwasserkosten fallen im Durchschnittshaushalt durch das Spülen an. Mit einer Spartaste lässt sich die Spülmenge regulieren und kann so auf den eigentlichen Bedarf angepasst werden. Vor allem wenn kein oder kaum Toilettenpapier verwendet wurde, ist ein kurzes Spülen der Toilette oft völlig ausreichend.

5. Der Wasserhahn tropft, am Brauseschlauch gibt es ein Leck und der Spülkasten ist undicht? Dann sollten Sie schnell etwas tun, um Wasser zu sparen. Schuld sind oft Dichtungen, die porös oder verkalkt sind. Ersatzteile gibt es im Baumarkt oder Fachhandel. Zum Entfernen von Kalk können Sie Essigreiniger nutzen. Bei undichten Stöpseln hilft Alleskleber: am Rand auftragen, trocknen lassen und so den Stöpsel etwas verbreitern. Wer eine zentrale Warmwasserversorgung nutzt, kann mit wenig Geld noch mehr tun: Oft sind die Leitungen zwischen Warmwasserspeicher und Wasserhähnen ungenügend oder gar ungedämmt und auch die Dämmung des Warmwasserspeichers lässt sich manchmal verbessern.

Alle News in der Übersicht